Ein Augenblick kann alles verändern
05.05.08
Der 18. April hat mein bzw. unser Leben ganz plötzlich etwas verändert. Meine Tochter Johanna hatte am frühen Vormittag einen unerklärlichen Krampfanfall und hat schwer Luft bekommen. Ich wußte mir anfangs gar nicht zu helfen und hatte plötzlich panische Angst, dass sie in meinen Armen sterben könnte, ohne dass ich das auch nur im geringsten beeinflussen könnte. Nach dem der Notarzt und die ortsansässige praktische Ärtzin alarmiert waren, hat sich Johannas Zustand wieder etwas gebessert. Johanna und ich wurden mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Dort hat sie nach den ersten Untersuchungen wieder aus heiterem Himmel einen weiteren Anfall gehabt. Daraufhin wurden die unterschiedlichsten Untersuchungen durchgeführt. Es ist unglaublich, was die Medizin auch bei so kleinen Babys schon alles machen bzw. untersuchen kann.
Die Untersuchungen haben keine ungewöhnlichen Ergebnisse gebracht. Es festigt sich nach und nach der Verdacht, dass es eine Säuglingsepilepsie sein könnte.
Johanna und ich haben fast 14 Tage im Krankenhaus verbracht (da war es mir nicht möglich weitere Artikel hier zu posten). Seit wenigen Tagen sind wir wieder daheim. Johanna bekommt ein Medikament und hatte seither keinen Anfall mehr. Jetzt heißt es weiter beobachten und abwarten.
Johanna ist unverändert. Sie lacht, quietscht vor sich hin, ist enorm neugierig, feinmotorisch sehr geschickt und grobmotorisch wie eh und je die Gemütliche. Wenn man sie so sieht, kommt es einem vor, als hätte es die 2 Wochen im Krankenhaus gar nicht gegeben. Für unseren kleinen Sonnenschein hoffe ich, dass die Säuglingsepilepsie genau so schnell wieder verschwindet wie sie gekommen ist oder zumindest das Medikament ihr ein ganz „normales“ aufwachsen ermöglicht.
In den letzten Wochen ist mir durch die Ungewissheit über Johannas Gesundheitszustand schlagartig wieder klar geworden, wo die eigentlichen Prioritäten liegen und was im Leben wirklich wichtig ist.
Ein ganz großes Dankeschön gebührt meiner Familie und meinen/unseren Freunden, die mir und Ludwig durch ihre tolle Unterstützung enorm geholfen haben. Ich bin sehr glücklich eine solche Familie und solche Freunde zu haben!
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