Wallfahrtskirche Maria Schnee

31.05.09

In einem Waldstück unweit von Zissersdorf und ungefähr eine 3/4 Stunde von Drosendorf entfernt, fließt aus der Seitenmauer, der über dem Bründl erbauten Wallfahrtskapelle Maria Schnee, „heilkräftiges“ Wasser. Die Anfänge der gemauerten Wallfahrtskapelle oder Kirchen reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, doch dürfte die Verehrung der Quelle selbst weit älter sein.

Es gilt als geschichtliche Tatsache, dass schon vor der Erbauung der Kirche, sich neben dem Bründl eine Höhle befand, in der ein Einsiedler hauste, der in einer einfachen hölzernen Kapelle den Gottesdienst verrichtete. Ein Einsiedler lebte auch noch zu der Zeit beim Bründl, als bereits die gemauerte Kirche erbaut worden war. Dem letzten Einsiedler wurde später die Einsiedelei verboten, doch genoss derselbe dann noch längere Zeit das Gnadenbrot seitens der Herrschaft Drosendorf, bis er eines Tages spurlos verwand. Die Höhle des Einsiedlers soll nachher zum Weinkeller umgewandelt worden sein, der sich hinter der Buschenschank, seitwärts der Bründlkapelle befindet.

Die Veranlassung zum Wiederaufbau der Bründlkapelle, stützt sich angeblich auf die Erscheinung einer „Weißen Frau“. Einem alten Bauern aus dem Dorf Elsern, der in der Nähe des Bründls seine Kühe hütete, erschien einmal, als er länger als gewöhnlich in der Nähe des Bründlwaldes seine Tiere weiden ließ, in der Dämmerung die „Weiße Frau“, die ihn durch allerlei Gebärden aufforderte, dafür zu sorgen, dass die Kirche wieder erstehe. Und als ihm diese Erscheinung noch zweimal an derselben Stelle, ja sogar noch zu früher Abendstunde entgegentrat, verstand er den Wink und leitete eine Geldsammlung ein, an deren Spitze sich dann ein Drosendorfer Bürger stellte. In verhältnismäßig kurzer Zeit war ein ansehnlicher Betrag beisammen und nachdem Holz, Steine und dergleichen umsonst beigestellt wurden, stand dem Bau nichts mehr im Wege. Im Jahre 1867 war die Kapelle fertig. Sie ist 16 Meter lang und 5,5 Meter breit.

Das Wasser des „Schneebründls“, eines der besten Quellwässer weit und breit, gilt ebenfalls als heilsam. Alljährlich pilgern viele Hunderte von Menschen hierher, auch sollen sich schon manche „wundersame“ Heilungen zugetragen haben. Zu verschiedenen Zeiten finden zum Schneebründl ansehenliche Wallfahrten statt, sogar aus Böhmen und Mähren.

Noch vor einigen Jahren waren die Wände im Inneren der Kapelle über und über mit alten Widmungsbildern bedeckt, darunter auch manche mit bemerkenswerten Inschriften. Dieselben wurden aber schließlich entfernt.

Die Wallfahrtskapelle Maria Schnee liegt an einem schönen Wanderweg bzw. ist gut mit dem Fahrrad erreichbar. Eine Zufahrt mit dem PKW ist auch möglich.

Entry Filed under: Sagen rund um Drosendorf, Waldviertel. .

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Ich heiße Manuela Schneider und habe vor etwas mehr als zwei Jahren in eine Wirtefamilie eingeheiratet. In diesem Blog berichte ich über unseren Betrieb und die Region, gebe Rezepttipps und Einblicke in das Leben in der Gastronomie und freue mich auf Ihre Inputs und Kommentare!

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